Sanyo

Photovoltaic

Zertifikate und Standards

Warum sind Zertifikate notwendig für Photovoltaik-Module?

Unter globalen Marktbedingungen sind Normen und verbindliche Vorschriften entscheidend, um zu wissen, dass man für eine bestimmte Anwendung das richtige Produkt mit einem Mindestmaß an Qualität gekauft hat. In Europa sind zwei Normen im Markt anerkannt: IEC 61215 und IEC 61730. Unsere Produktlinien HIT HD, HIT NKH, HIT N220/215 und HIT Double® sind nach diesen Normen bei zwei international anerkannten Instituten (JET und TÜV) zugelassen worden.

Zertifikate

Zertifikate verfolgen den Zweck, Konsumenten weltweit eindeutige Produktinformationen und Definitionen über Eigenschaften, die ein Produkt zu erfüllen hat, zu geben. Auf dem Gebiet der Photovoltaik existieren verschiedene Normen, die unabhängig voneinander entwickelt wurden. Jeweils bestimmte Normen bestehen in den drei Hauptabsatzgebieten

  • Japan
  • Europa
  • USA

Die japanischen Normen heißen JIS (Japanese Industrial Standards Committee), die europäischen Normen folgen der IEC (International Electrotechnical Commission) und die der USA denen von UL (Underwriters Laboratories).

Trotz gewisser Harmonisierungsbestrebungen sind für den Einsatz in Europa speziell die IEC-Normen relevant. Für kristalline Module gelten

  • IEC 61215 Second Edition
  • IEC 61730 -1 und –2

Letztere ersetzt seit 2008 die Schutzklasse 2. Module, die das CE-Zeichen tragen, müssen diese Normen erfüllen und das in Tests unter Beweis gestellt haben. Außerdem ist die Erfüllung dieser Normen meistens Voraussetzung für Einspeisevergütungen und Förderprogramme.

Standards

IEC 61215

Diese Norm beschreibt die Qualitätsanforderung an ein Photovoltaik-Modul. Das Modul wird nach dieser Norm speziell getestet hinsichtlich der Kriterien, die für die Lebensdauer des Produkts maßgeblich sind. In verschiedenen Tests, die sich auf Einstrahlungseffekte, thermischen Stress und mechanische Belastungen erstrecken, wird durch abnorme Belastungen eine beschleunigte Alterung simuliert.

Folgende Tests sind relevant:

  • Sichtprüfung
  • Leistung bei Standardtestbedingungen (STC)
  • Prüfung der Isolationsfestigkeit
  • Messung der Temperaturkoeffizienten
  • Bestimmung der NOCT
  • Leistung bei NOCT
  • Dauertest unter Freilandbedingungen
  • Luftfeuchte-/Frost-Prüfung
  • Feuchte-/Wärme-Prüfung
  • Festigkeitsprüfung der Anschlüsse
  • Verwindungstests
  • Mechanische Belastbarkeit
  • Hageltest
  • Hot-Spot-Dauerprüfung
  • UV-Prüfung nach IEC61345
  • Temperaturwechselprüfung
  • Lichtalterung
  • Hitzebehandlung

Kriechstromprüfung unter Benässung

IEC 61730

Die Norm IEC 61730 und die europäische Variante EN 61730 definieren die Sicherheitsparameter für ein Photovoltaik-Modul. Sie besteht aus zwei Teilen. Zunächst wird analysiert, ob die Modulparameter allgemeinen Sicherheitsmaßgaben entsprechen wie bspw. der Abstand der leitenden Teile zum Rahmen etc. Dann wird in einer Testserie die Sicherheit des Produkts untersucht.

Es gibt drei Klassen:

  • Klasse A: unbeschränkt zugänglich, gefährliche Spannung, Anlagen gefährlicher Leistungen, Gleichspannungen größer/gleich 120 Volt Gleichstrom, Schutzklasse II
  • Klasse B: eingeschränkt zugänglich, gefährliche Spannung, Anlagen gefährlicher Leistungen, Schutz durch Basisisolierung, Sicherheitsklasse 0
  • Klasse C: begrenzte Spannung, Gleichspannung kleiner 120 Volt, Schutzklasse III

Unsere Module sind alle nach Klasse A zugelassen, was für Dachinstallationen notwendig ist.

  • Vorbehandlungsprüfungen: Temperaturwechsel, Feuchte-Frost, Feuchte Wärme, UV-Beständigkeit
  • Sichtprüfung
  • Prüfung der Gefährdung durch elektrischen Schlag: Prüfung der Zugänglichkeit, Schnittanfälligkeit und Durchgängigkeit der Erdung, Stoßspannungsprüfung, Isolationsprüfung, Ableitstromprüfung unter Benässung
  • Prüfung der Brandgefährdung: Temperaturprüfung, Hot-Spot-Dauerprüfung, Brandprüfung (europäische Brandprüfung in Vorbereitung), Rückstrom-Überlastprüfung
  • Teilentladungsprüfung
  • Biegeprüfung von Elektroinstallationsrohren
  • Ausbrechprüfung von Anschlusskästen
  • Mechanische Widerstandsfähigkeit der Anschlüsse

Weitere Auszeichnungen und Tests:

Ammonia-Resistenz-Test

In Zusammenarbeit mit dem TÜVRheinland hat Sanyo Component Europe die Sanyo-Module auf ihre Resistenz gegen Ammoniak geprüft. 
In landwirtschaftlichen Betrieben mit  Nutztierhaltung wird als schädlicher Nebenstoff  Amoniak an die Luft abgegeben, welches die Alterung (Degradation) der Photovoltaikmodule  forcieren kann, was wiederrum die   Energieausbeute beeinträchtigen  und somit auch zu einer geringeren Rendite für den Anlagenbetreiber führen kann.


Die Solarmodule  der Serien HIT Nxxx SE yy (xxx = 200-245, in 5 W Schritten aufsteigend,  yy = 01-24), HIT-N236 SE10 und HIT-HxxxEyy (xxx = 230 – 260, yy = 01-14) von SANYO Component Europe haben den Test bestanden und entsprechend somit den Qualitätsanforderungen der IEC 61216 Norm zur „Ammoniak-Korrosionsprüfung von Photovoltaikmodulen“.

 

Salznebel-Korrosionstest

Die HIT®*-Photovoltaikmodule der Serien N und H haben die Prüfung des Salznebel-Korrosionstests bestanden.
Die Prüfung nach Schärfegrad 6 – der höchsten Beanspruchung für die Module – beinhaltet 8 Prüfzyklen und dauert insgesamt 56 Tage. Die Module werden dabei einer Natriumchloridlösung von 5 % ausgesetzt. Ein Prüfzyklus dauert 7 Tage – bestehend aus 4 Salzsprühphasen von je 2 Stunden bei 35° C und einer Luftfeuchtigkeit von 93 %, wobei nach jeder dieser Phasen eine Feuchtlagerung der Module über 20 bis 22 Stunden bei 40° C und einer relativen Feuchtigkeit
von ebenfalls 93 % erfolgt. Auf die 4 Sprühphasen mit Lagerung im feuchten Klima folgt eine zusätzliche Lagerung in einem Normalklima für 3 weitere Tage. Dieser beschleunigte Laborkorrosionstest simuliert die Auswirkungen einer salzhaltigen Atmosphäre auf PV-Module während ihrer Lebenszeit.
Vor allem in Küstenregionen, aber auch im Binnenland sind PV-Module der Gefahr der Beschädigung durch salzigen Regen oder salzhaltiger Feuchtigkeit ausgesetzt. Auch getrocknetes Salz kann durch Regen oder Luftfeuchtigkeit reaktiviert werden und zu einer dauerhaften Gefahr für die Lebensdauer der Module werden. Das positive Testergebnis bestätigt einmal mehr die herausragende Qualität der SANYO HIT®* Module und unterstreicht
ihre Eignung selbst in Regionen mit herausfordernden Wetterbedingungen.

 

TOP BRAND PV 2011

Das Branchensiegel wird aufgrund einer mehrstufigen Analyse verliehen. Als Basis der Bewertung dienen qualifizierte Aussagen zur Markenwahrnehmung von Absatzmittlern und Endkunden. Dadurch erhalten die Hersteller eine ungefilterte Einschätzung zur eigenen Marke und zu möglichen Optimierungspotenzialen in der Markenführung. Händlern, Installateuren und Endkunden bietet „TOP BRAND PV“ eine unabhängige Orientierungshilfe bei der Auswahl einer geeigneten Marke.

 

Im Download-Bereich haben wir für Sie die Zertifikate abgelegt: